.webp)
.webp)
Updated:
May 25, 2026
Published:
May 14, 2025
App im App Store veröffentlichen: Alle Kosten 2026 (iOS & Android)
Du hast deine App entwickelt und bist kurz vor dem Launch. Jetzt kommt die Frage, die fast jeder Gründer und Produktverantwortliche stellt: Was kostet es eigentlich, eine App zu veröffentlichen?
Die kurze Antwort: Es gibt einmalige Registrierungsgebühren, laufende Provisionen auf In-App-Käufe und Abonnements sowie Infrastrukturkosten, die viele unterschätzen. Dieser Artikel schlüsselt alles sauber auf, damit du weißt, womit du wirklich rechnen musst, bevor du auf "Veröffentlichen" klickst.
Schnellübersicht: Apple App Store vs. Google Play Store
Apple App Store: Kosten im Detail
Der Apple App Store ist die einzige Möglichkeit, eine iOS-App offiziell zu veröffentlichen. Kein Sideloading, keine Alternativen. Wer eine iPhone-App launchen will, kommt an einer Apple-Mitgliedschaft nicht vorbei. Die gute Nachricht ist, dass die Einstiegskosten überschaubar sind und sich mit der richtigen Strategie deutlich reduzieren lassen.
Das Apple Developer Program
Um eine App im App Store zu veröffentlichen, brauchst du eine Mitgliedschaft im Apple Developer Program. Diese kostet 99 USD pro Jahr für Privatpersonen und 299 USD pro Jahr für Unternehmen. Mit dieser Mitgliedschaft kannst du beliebig viele Apps einreichen, auf Beta-Tools wie TestFlight zugreifen und deine Apps auf echten Geräten testen.
Die Unternehmens-Mitgliedschaft lohnt sich, wenn du Apps unter einem Firmennamen veröffentlichen oder mehrere Entwickler in deinem Team verwalten möchtest. Unternehmen benötigen außerdem eine D-U-N-S-Nummer zur eindeutigen Identifizierung, die kostenlos über Dun & Bradstreet beantragt werden kann. Für die meisten Startups reicht die Privatperson-Mitgliedschaft für den Anfang vollkommen aus.
Provisionen und das Small Business Program
Apple behält bei allen In-App-Käufen, kostenpflichtigen Apps und Abonnements eine Provision von standardmäßig 30 Prozent ein.
Was viele Gründer nicht wissen: Mit dem Apple Small Business Program reduziert sich diese Provision auf 15 Prozent. Das Programm steht allen Entwicklern offen, deren App-Umsatz im Vorjahr unter einer Million US-Dollar lag. Die Anmeldung ist kostenlos. Wer eine App im App Store veröffentlicht, sollte sich direkt im ersten Schritt dafür anmelden, denn die Hälfte der Provision zu sparen ist einer der größten finanziellen Hebel, den du als App-Entwickler hast.
Bei Abonnements gilt eine weitere Sonderregel: Nach dem ersten Jahr wechselt die Provision automatisch auf 15 Prozent, unabhängig vom Small Business Program.
Der Upload-Prozess
Der Upload erfolgt über Xcode oder das Tool Transporter. Das App-Archiv (IPA-Datei) wird signiert, mit Screenshots, Beschreibung und Metadaten versehen und anschließend an Apple übermittelt. Nach einer manuellen Prüfung, die in der Regel ein bis drei Werktage dauert, wird die App im App Store freigeschaltet.
Vorteile des Apple App Stores
Der App Store richtet sich an eine zahlungsbereite, qualitätsorientierte Zielgruppe. iOS-Nutzer geben im Durchschnitt deutlich mehr für Apps und In-App-Käufe aus als Android-Nutzer. Der Store ist in über 175 Ländern verfügbar, und Apple präsentiert herausragende Apps regelmäßig in redaktionellen Bereichen wie "App des Tages", was für einen erheblichen organischen Reichweiten-Boost sorgen kann.
Google Play Store: Kosten im Detail
Im Vergleich zu Apple ist der Einstieg in den Google Play Store deutlich günstiger. Eine einmalige Gebühr, keine jährliche Verlängerung, unbegrenzt viele Apps. Für Startups und Gründer, die zuerst auf Android testen wollen, ist das ein echter Vorteil.
Das Google Play Entwicklerkonto
Das Google Play Entwicklerkonto kostet einmalig 25 Euro. Danach fallen keine wiederkehrenden Kontogebühren an. Mit diesem Konto kannst du unbegrenzt viele Apps veröffentlichen und verwalten.
Provisionen im Google Play Store
Auch Google erhebt eine Provision auf In-App-Käufe und Abonnements. Im ersten Jahr liegt diese bei 15 Prozent für die ersten 1 Million USD Umsatz und bei 30 Prozent darüber. Ab dem zweiten Jahr sinkt die Provision für Abonnements auf 10 bis 18 Prozent, abhängig von der Laufzeit und dem Modell. Google hat sein Provisionsmodell in den letzten Jahren mehrfach angepasst und ist für Startups insgesamt etwas zugänglicher als Apple.
Der Upload-Prozess
Der Upload erfolgt über die Google Play Console. Dort lädst du dein App-Bundle (.AAB) hoch, ergänzt Screenshots, Beschreibung und Icons und legst Preise sowie verfügbare Länder fest. Nach einer automatischen Überprüfung, die oft nur wenige Stunden dauert, wird deine App im Play Store veröffentlicht.
knguru
Wir setzen das in echten Projekten um.
100+ projekte eigene App mit 30.000 nutzern
Vorteile des Google Play Stores
Android hat weltweit einen deutlich höheren Marktanteil als iOS. Wer eine breite internationale Nutzerbasis erreichen will, insbesondere in Asien, Osteuropa und Lateinamerika, kommt am Play Store nicht vorbei. Die Richtlinien sind etwas weniger restriktiv als bei Apple, was kürzere Review-Zeiten und weniger Ablehnungen bedeutet.
Laufende Kosten nach dem Launch
Die Store-Gebühren sind nur der Anfang. Was viele beim Planen ihres Budgets unterschätzen, sind die Kosten, die nach dem Launch monatlich anfallen und langfristig den größten Teil des Budgets ausmachen.
Backend und Infrastruktur
Nahezu jede App braucht einen Backend-Server oder Cloud-Infrastruktur. Firebase, Supabase und AWS bieten zwar kostenlose Einstiegspläne, aber sobald deine Nutzerzahl wächst, steigen auch die Kosten. Je nach App-Typ und Nutzungsintensität können Infrastrukturkosten zwischen 50 und mehreren Tausend Euro pro Monat liegen. Das ist ein Posten, der in Businessplänen regelmäßig zu niedrig angesetzt wird.
API-Kosten von Drittanbietern
Viele Apps binden externe APIs ein: Google Maps für Standortfunktionen, Stripe für Zahlungen, Twilio für Benachrichtigungen oder OpenAI für KI-Funktionen. Diese Dienste werden nutzungsbasiert abgerechnet und können bei wachsender Nutzerzahl erheblich werden. Es lohnt sich, die Preismodelle der eingesetzten APIs bereits in der Planungsphase der App-Entwicklung genau zu kennen und Kostenschwellen einzuplanen.
Wartung und Updates
Eine App, die nach dem Launch nicht mehr gepflegt wird, verliert innerhalb weniger Monate an Qualität. Betriebssystem-Updates von Apple und Google erfordern regelmäßige Anpassungen. Bugs tauchen auf. Nutzer wünschen neue Funktionen. Rechne realistisch mit einem laufenden Wartungsbudget von mindestens 10 bis 20 Prozent der ursprünglichen Entwicklungskosten pro Jahr.
App Store Optimierung (ASO)
ASO ist das SEO für den App Store. Je besser dein App-Listing optimiert ist, desto mehr organische Downloads bekommst du ohne bezahlte Werbung. Das umfasst App-Titel, Beschreibung, Keywords, Screenshots und Bewertungsmanagement. ASO ist kein einmaliger Aufwand, sondern ein fortlaufender Prozess. Viele Teams unterschätzen das und wundern sich dann, warum ihre App trotz gutem Produkt kaum gefunden wird.
Der Review-Prozess: Was du wissen musst
Bevor deine App live geht, durchläuft sie eine Prüfung durch Apple oder Google. Bei Apple dauert dieser Prozess in der Regel ein bis drei Werktage, bei Google oft nur wenige Stunden.
Eine Ablehnung kostet keine zusätzlichen Gebühren, aber sie kostet Zeit, und Zeit ist beim Launch oft das knappste Gut. Apple lehnt Apps ab, wenn sie gegen die Store-Richtlinien verstoßen, Abstürze oder Bugs aufweisen, Datenschutzhinweise fehlen oder die Metadaten unvollständig sind. Wer mit einer erfahrenen App-Entwicklungsagentur zusammenarbeitet, kennt diese Hürden und bereitet den App Store Submit so vor, dass Ablehnungen die Ausnahme bleiben.
Was kostet die App-Entwicklung selbst?
Die Store-Gebühren sind im Vergleich zu den eigentlichen Entwicklungskosten meist der kleinste Posten. Was eine App kostet, hängt von Komplexität, Plattform, Design-Aufwand und Backend-Anforderungen ab sowie davon, ob du eine native oder eine Cross-Platform-App entwickelst.
Als grobe Orientierung: Eine einfache App mit Standardfunktionen startet bei 15.000 bis 30.000 Euro. Komplexere Produkte mit individuellem Backend, Nutzerverwaltung und mehreren Plattformen liegen schnell bei 50.000 Euro und mehr.
Für Startups, die ihr Konzept zuerst validieren wollen, ist ein MVP oft der smartere Einstieg. Ein MVP deckt die Kernfunktionen ab, geht schnell live und lässt dich mit echtem Nutzerfeedback entscheiden, wohin die Entwicklung als nächstes geht. Mit unserem App-Kostenkalkulator bekommst du eine erste Budgetschätzung für dein Projekt.
Gesamtkosten im Überblick
Damit du eine realistische Planung aufsetzen kannst, hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Kostenpositionen:
Fazit: Was du dir merken solltest
Die reinen Store-Gebühren für Apple und Google sind überschaubar und für die meisten Startups kein echtes Hindernis. Was wirklich ins Gewicht fällt, sind die Provisionen auf In-App-Umsätze und vor allem die laufenden Kosten nach dem Launch.
Ein paar Punkte, die du dir merken solltest:
Melde dich von Anfang an für das Apple Small Business Program an. Es kostet nichts und spart dir 15 Prozentpunkte Provision auf jeden Euro, den du über den App Store verdienst. Das macht bei nennenswerten Umsätzen einen erheblichen Unterschied.
Plane deine Infrastruktur- und Wartungskosten realistisch ein. Viele Gründer kalkulieren nur die Entwicklungskosten und vergessen, dass eine App nach dem Launch weiterhin Geld kostet. Eine sauber aufgesetzte Architektur von Anfang an spart hier langfristig viel.
Investiere in ASO. Wer seine App sorgfältig im Store optimiert, bekommt organische Downloads, ohne dafür bezahlen zu müssen. Das ist einer der besten Returns on Investment im gesamten App-Marketing.
Häufig gestellte Fragen


Zwischen Agenturalltag und Startup - unser Blog
In unserem Blog teilen wir Tipps rund um das Thema Appentwicklung, Startups und einige verrückte Geschichten aus unserem Agenturalltag mit euch.
Dein 30 Minuten Date mit echten Expertern.
Egal ob Idee oder bestehende App – wir sagen dir ehrlich, wo du stehst. Das Ganze kostenlos, basierend auf Erfahrung aus über 100 Projekten und unserer eigenen App mit 30.000 Nutzern. Sichere dir jetzt dein Date und lern uns kennen!
Oops! Something went wrong while submitting the form.





